Überraschungen

Ich komme in den Garten und sehe die beiden Malerinnen. Die Große an der Staffelei, die kleine am Gartenstuhl. K!  C rennt rennt auf mich zu, springt, ich nehm sie auf den Arm. L hat Fingerfarben für mich gemacht und mir ein Malkleid gegeben. Laß mich mal runter. Ich sehe ein sehr buntes Kind, in einem Arbeits-T-Shirt. C zerrt an meiner Hand. Komm, ich zeige dir meinen Bilder. An der Wäscheleine hängen vier Bögen DIN A 2.

C, ich muss erst mal aufs Klo. Dann guckst du aber. Mmm.

Das ist L, wie sie malt. Das hab ich ihr geschenkt. Mama und ich kuscheln. Papa und Mama schreien. Mein Zimmer.  Und das ist Bär. K, das hast du gut erkannt. K, weißt du was L gesagt hat? Nee. Man kann alles malen. Weißt du, was ich jetzt mal? Nee. Einen Pups. Ich muß jetzt weitermachen.

Ich gehe in die Hütte, packe den Rucksack aus. L kommt rein, umarmt mich. Du hast ein neues Arbeits-T-Shirt. Ich schaue an mir runter. Sieht so aus. Auf deinem Rücken sind bunte Kinderhände.

Wie kommt’s, dass du schon hier bist. Ich war allein bei der Sprachlerngruppe. Wo ist der kalte Kaffee? Hab ich weg gekippt. Wieso? Ich hatte mich auf Eiskaffee gefreut, Vanilleeis und Sprühsahne gekauft, ich wollte dich überraschen. L grinst, ne Überraschung ha’m wir ja. Ich kann nicht wiedersprechen.

Magst du Kaffee? Mit Eis  und Sahne, ja.

L geht an die Staffelei, ich setze Kaffee auf, decke den Tisch unter dem Apfelbaum, rufe die Malerinnen.

C sitzt nach Sekunden. Komm C, Hände waschen. Immer das, C steht auf.

Wir setzen uns, genießen.

K, das ist heute mein zweites Eis. Bei Mama kriegt nur eins. Warum habt ihr hier so oft welches? Weil es gut für mich ist, sagt L. Cool.

K, L hat gesagt, ich muss dich fragen, weil es dir gehöhrt. Was? Dieses Malkleid. Darf ich das behalten? Ja. Gutig. L kauft Montag große Blätter. Mmm. Voll gutig is das.

K, weißt du wo Mama ist? Nee.  Die glotzt Wohnungen an. Wolltest Du nicht mit? Nee. Ist doof. Papa und Mama sollen sich wieder lieb haben und nicht schreien. Ich will mit beiden kuscheln, im großen Bett. Wir schweigen.

Mein neues Kinderzimmer muss rosa sein. C rennt nach nebenan, schwingt sich auf die Schaukel.

Darf ich? L blickt auf die Espressokanne. Ich nicke. Wir, rühren, trinken Schweigen.

L, was wollen wir essen? C ist wieder da. Kann ich gut schleichen? Ja. K, warum fragst du L? Kann die nicht kochen? Das kann sie, richtig lecker, gestern hat L gekocht. Dann bist du heute dran?  Ja. C schaukelt.

K, magst du noch mal los? Klar, du warst doch auch. Mmm.  Fisch wäre gut, ich schneid Spinat. Kartoffelpü? Gern.  Und morgen? Bringst du Schafskäse mit? Ich nicke. Wir schreiben einen Zettel. C kommt an, was gibt’s? Fischstäbchen wären besser. Für uns nicht. Magst du ein Würstchen? Gutig.

Ich fahre los, auch bei den Eltern noch vorbei, werde Zucchini, Blumen und Spinat los. Pü und Spinat sind fertig. Auch Mama sitzt am Tisch. Ne Wohnung habe ich. Wir braten, reden, teilen.

C, wir müssen los, du gehörst in die Wanne. Nee, in diesem Malkleid, will ich sein, bis Papa kommt. Die beiden gehn.

K, ich möchte dir was zeigen. Wir gehen in den Schuppen, tragen ins Abendlicht. Vorsicht, ist noch nass.

Was siehst du? Die Schultern stimmen. Vielleicht fühlen sie sich manchmal schmäler an? Mmm, vielleicht, für dich.

K, magst du mit mir paddeln? Ich nicke. Wir tragen das Boot zum Fluß. Wir steigen ein, L nimmt das Paddel, quirlt im Fluss, voran. Nimmst Du. Ja, ich quirle weiter.

B hat angerufen, ich denke noch.

L, magst du noch mit mir am Feuer sein? Gern. Wir drehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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