Shoppen mit Cousine

Feierabend.

Ich radle in die Stadt, treff mich mit der Cousine. Wir  essen Torte, trinken Kaffee, reden, schweigen. Vorgestern ist ihr Vater gestorben. Als der erwartete Anruf kam, ist sie vom Büro zum Bahnhof  gegangen.  Jetzt braucht es auch Klamotten.

N-C, wonach sucht du? Schwarzer Anzug, Schuhe, paar Hemden, T-Shirts, Zweitjeans, Socken. Unterhosen? Gute Idee. N-C, ich kenn deinen Geschmack nicht, was soll ich tun? Mich warnen, wenn ich daneben greife. Wir ziehen los.

Wir schauen, finden, aus einer Jeans werden im gleichen Laden drei. Bist du im Kaufrausch?  Nee, die passen und gefallen mir, lang muss ich mich nicht kümmern. Laufschuhe brauch ich auch, hast du noch Zeit? Ja. Geh schon mal rein, ich rufe L an.

N-C kommt schon wieder raus, mit drei Kartons, mein Lieblingschuh. Ich staune.  Die Cousine rennt, braucht ein Paar im Monat, zum 50. hat sie sich selbst laufend  einen Marathon geschenkt.

Wir kaufen Wasser, trinken aus der Flasche auf einer Bank, reden, schweigen.  L, ruft an, wollen wir zusammen essen? Gern sage ich, weiss  nur noch nicht, wie und wann. N-C ruft ihre Mutter an.

Unterkram und dann die Anzugläden. Wir finden  drei auch Hemden. Mein Konto wäre längst gesprengt.  Im T-Shirt steht sie  neben mir, mein Rad ist jetzt ein Packesel.

K, darf ich  dich, euch zum Essen einladen?  Gern in den nächsten Tagen.

Magst du mit mir ans Meer? Gern, wenn es passt.

Wir umarmen uns, ich radele nach Hause.

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