Sonntag

Mit Augenringen sitzen wir am Frühstückstisch. Die Brötchen lächeln, wir starren. Ich in den Kaffeebecher, L ins irgendwo. Links Joghurt, rechts Ei.

Irgendwo ist K, sie konnte gerade krabbeln.

L macht das Radio an, ich gehe duschen, kehre zurück im Bademantel. B hat angerufen. Mmm. Nichts stimmt.

K , hast du Hunger? Nee. Ich muss was essen, wegen der Tabletten. Ich gieße Joghurt in die Schale, rühre Marmelade rein. Machst du wieder Soliessen? Ich nicke, L köpft Ei. Hast du Lust? Nee. Ich auch nicht. Und jetzt?

Lass uns losfahren, vielleicht werden wir die Karten noch los. E wird das verstehen.

Vor der Halle schließen wir die Räder an. Schatz, es ist ausverkauft, spricht der Anzugträger neben uns ins Handy. Ich schau ihn wartend an, er legt auf. Brauchen sie Karten? Er ist verdutzt, ja drei. L greift in die Innentasche, er zieht das Portemonnaie. Stimmt so. Aber, hebt L an. Sie haben, meinen Tag gerettet, meine Mutter hat Geburtstag. K, das sind mehr als vierzig zu viel. Spätverkaufsgebühr.

Wir stehen vor dem Haupteingang. Da kommt E, sagt L, wir gehen ihr entgegen. Mädchen, ihr seht gar nicht konzertlich aus. Wir setzen uns auf die Mauer am Fluß und erzählen. E legt uns die Arme auf die Schultern. Wir schweigen. Tauben wollen Futter. Habt ihr die Eltern schon gesehen? Wir schütteln die Köpfe. Das Auto war nicht da, als ich zum Bäcker ging. Den Bruder habe ich nicht gehört, auch nicht die Klospülung.

Fahrt ihr mit mir ans Meer? Mmm. Gerne.

Unsere Mägen knurren schon auf der Autobahn. Im Handschuhfach wie immer Studentenfutter. Wir kauen. Es ist so gut, nicht mehr im Dienst zu sein, sagt E. Wie kommst du jetzt darauf? Das waren die schlimmsten Trauerpredigten für mich, Suizid, Unfälle, Krankheit, da fiel es mir leichter ja zu sagen.

Wir steigen aus, die Sonne wärmt. Hast du noch Handtücher im Auto, fragt L. Klar. E verteilt. Wir gehen zur Promenade. Mag noch eine ein Fischbrötchen, fragt L. Keine sagt nein. Wir stellen uns an.

K, weißt du noch? Vor einem Jahr? Mmm. Ich lege meinen Arm um E. Was war da, will L wissen. Es war das letzte mal, das wir mit T hier waren. K, trinken wir wieder Weizenbier ohne? Ja. du auch, ich lade euch ein.

Wir setzen und uns stoßen an. Auf T sagt E.

Barfuß gehen wir im Sand und reden. Am FKK-Strand baden wir im kühlen Meer und trocknen in der Sonne.

L schläft um Auto ein. E, ich bin so froh, dass du trotz allem in meinem Leben bist. K, ich auch. Wir schweigen. E, willst du nach Hause, oder kommst du noch mit zu freestyle Nudeln. Gerne, und die Räder? Die können wir später holen.

Ich wecke L. Sie legt sich oben wieder hin.

Wir trinken Kaffee, reden, kochen. L ist aufgewacht, wir essen, waschen ab und fahren in den Garten.

Die beiden schauen Bilder, mich ruft die Hängematte.

Noch einmal schwimmen wir im Fluß. E bringt uns zu den Rädern. Umarmungen und Danke.

Brötchen gibt es zum Abendbrot.

 

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