Schwester im Keller

Bin im Keller, ein Zettel auf dem Tisch. Ich packe den Rucksack aus, gehe runter, klopfe an. Komm rein. Ich ziehe mir den Kittel an,  jetzt kann ich dich umarmen.

K, was siehst du? Dich als halben Rückenakt, mit leicht gesenktem Kopf und verschränkten Armen, wie du manchmal stehst. Die Frau, die auf dich zu kommt sieht dir ziemlich ähnlich, ist viel dünner als du, mit langen Haaren schaut dich nicht an, dein Schatten endet kurz vor ihren Füßen. Es gibt getrennte Bereiche, keinerlei Kontakt. Mmm.

L, magst du auch einen Kaffee? Mmm, ich komme gleich nach. Wir sitzen am Tisch und trinken. K, das ist meine Zwillingsschwester. Du hast… Ja, wir haben keinen Kontakt. Ich sehe sie manchmal in der Stadt. Sprachlos schaue ich L an. K, ich erzähle dir das noch mal. Mmm, ich gähne. L, was wollen wir essen? Lasagne. Jetzt noch? Ich bin so müde. Steht doch schon im Ofen. Spinat? Hokaido. Mmm, lecker.

Wir gehen in die Küche, machen Salat. K, wie ward ein Tag? Lang, sage ich und gähne. Ich habe mit B gefrühstückt. Das wollte ich auch. Du hast den Wecker nicht gehört, sie hat dich schlafen lassen, wenn du schon praxisfrei hattest.War auch gut, bis kurz nach zehn. Die EDV macht wieder mit, ich habe was geschafft. Das Telefon, die Mutter.

L hat den Tisch gedeckt, wir essen. L erzählt von der Zwillingsschwester. B ruft an, ich wasche ab. Unter dem großen Schirm gehen wir durch die Straßen, trinken ein Bier. Ich gehe früh zu Bett.

 

 

 

 

 

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