Ankommen

Wir tragen das Boot über den Dücker und steigen wieder ein.

L, ich paddele, zelte gern mit dir, weisst du, worauf ich mich schon freue? Noch nicht? Auf die Dusche und mein eigenes Bett. Ich auch. Erdbeeren wären auch nicht schlecht. Meinst du, die Schnecken haben noch nicht geschlemmt? Da bin ich wenig optimistisch.

B sitzt auf dem Steg, plantscht mit den Füßen. Winken. Wir legen an, B macht fest. Ein Kuss, zwei Umarmungen.

Der Tisch unter dem Apfelbaum ist feierlich mit Stoff gedeckt. Kaffee, gibt es, Käseschnittchen, Trauben. Wir laben uns.

B nimmt L’s Hand. Ich freue mich am Streicheln.

Kommt ihr mit? Nicken. Wir gehen zum Tor, steigen in die zweite Etage. B öffnet die Tür, verteilt Schlüssel noch im Flur. Ich staune. Gut geschnittene Dreißiger, kein Quadratmeter verschwendet. Morgens wird mich die Sonne wecken, im Wohnzimmer geht sie unter.

K, von uns Dreien bist du die beste Küchenplanerin. Hast du eine Idee? B öffnet die Tür. Hellblaue Schränke aus den Fünfzigern und wir geleckt mit ranzigen Platten. Noch nicht. Gibst du mir demnächst die Maße? Kriege ich hin. Willst du andere Möbel? Warum? Ne moderne Platte, vielleicht sogar aus Stein? Kostet doch fast ein Vermögen. Warte doch mal ab. E hat noch was gut, bei dem Steinmetz, der T’s Grabstein versemmelt hat, für ihren will sie es nicht sparen. K, zeichnen wir zusammen? Ja.

Kommt mal ruft L. Das Fenster im Wohnzimmer steht offen. Von hier lässt es sich fast in den Garten spucken. Mmm, sagt B, er wird mein Balkon. Darf ich dann noch da hin, ohne dich zu fragen? B nimmt mich in den Arm. K, du stehst doch im Vertrag. Ach du, ich erwidere die Umarmung, du hast doch einen Schlüssel. Den rücke ich nicht raus.

Abstellraum? Boden und Keller, letzterer sogar mit Drehstrom.Muss ich mich jetzt vor dir fürchten und um meine Drechselbank. Quatsch, aber Drechseln würde ich gerne von Dir lernen. Warum nicht. Eine Drehbank hätte ich gerne. Sprich doch mal mit meinem Vater. Seine steht seit Jahren aus Platzmangel eingemottet, er dreht bei einem Freund. Vielleicht.

Mädchen, kommt ihr mit? Wohin, fragt L. Natürlich in den Garten. Wir gehen.

Setzt euch, B weist auf den Tisch unter dem Apfelbaum. Ich bitte um Geduld. Sie bringt die grosse Schüssel, voll mit roten Früchten. Einen Moment, bitte. B kehrt wieder mit Tablett, Gläsern, einem kühlen Fürsten. Setzt sich, gießt ein. Wir schauen einander in die Augen, stoßen an.

Ein Schutzblech klappert. U lässt sich sich fallen in den leeren Stuhl. Darf ich? Er zeigt auf die Schüssel. Klar. Endlich seid ihr wieder da, aber mit euch Saufnasen wird nichts aus meinem Plan. Was hattest du vor? L, mit dir wollte ich ins Bad. Die Arschbombe kann ich jetzt viel spritziger, das wollte ich dir zeigen. Du hast das vergeigt.

U, ich habe ein halbes Glas Sekt getrunken, wir können baden gehen. K, dich kenne ich am Längsten, stimmt das. U, schau dir mal die Flasche an. Da ist so ungefähr noch die Hälfte drin. Wir feiern gerade, daß B eine Wohnung gefunden hat. B, wo ziehst du hin. Ins Tor. Cool, dann kann ich dich auch besuchen.

Darf L noch Auto fahren, ich meine wegen Sekt. Ja, nach einem halben Glas geht das noch. L, können wir ins Bad? Darf ich? B nickt. L pflückt den Badeanzug von der Leine, nimmt das Handtuch. die beiden ziehen los.

B füllt unsere Gläser nach. Wir sitzen unter dem Apfelbaum, reden, hören einander zu.

Ich komme später. Mach, wie es für dich stimmt. Umarmen. Ich schwinge mich auf’s Rad.

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