Notre Dame

Es brennt ein Kirchendach , fammend fällt ein kleiner Turm. Im tiefsten Frieden,  mitten in Europa. Auch ich bin Fassungslos, als ich  in der Tagesschau die Bilder sehe und denke, der Fluss ist nah. Wasser strömt von Baukränen. Die müssen da gestanden haben, denke ich und an die Menschen, die dort jetzt arbeiten, wer weiß, wie lange…

Ich mache Frühstück, höre Radio. Das Feuer ist gelöscht. Kein Mensch ist gestorben. Die Türme stehen, viele Kunstwerke sind gerettet. Die Häuser ringsum stehen. Erleichertung. Ich fange an zu Tanzen, mit Tellern in der Hand. Dreihundertsechzig Millionen Euro, sind schon da für Bauarbeiten binnen Stunden. Die Bürgermeisterin denkt laut nach über eine Internationale Geberkonferenz. Ich erstarre.

Dafür, denke ich  und bin entsetzt. Dreihundertsechzig Millionen Euro mehr auf der letzten Geberkonferenz für Jemen, wie viele Menschen wären noch am Leben.

K, du bist nicht in deinem Bett … höre ich das Nichtenkind. Ich bin in der Küche.

B kommt im Nachthemd angerannt, ich öffne meine Arme. K, brennt jetzt die ganze Stadt, wie in meinem Buch?  Das Feuer ist gelöscht, kein Mensch ist gestorben. Das muss ich Mama sagen. Lass sie noch schlafen, magst du Eier kochen? Ja!  Ich ziehe ihnen dann meine Socken an, Mama mag die warm.

B, tanzen wir? Warum?  Weil es nur ein Feuer war. Ja! ich kenn ein Feuerlied, du kannst es von mir lernen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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