Warum denn nicht …

K, drehen wir ’ne Runde? U bist du krank, muß ich I anrufen? Die alte Frau  mit dem Zupfkuchen, die mir das Rezept gegeben? Warum? Sie ist Ärztin. Ich bin nicht krank, wie kommst du drauf? Du willst spazieren gehen? Ich brauche ein alleine mit dir sein. Lass uns gehen. Wir ziehen Schuhe an. Ich komme mit ruft B, beglückt. Läßt du uns bitte alleine?  K? Ich nicke. Nah gut.

Wir gehen, gen Pfaffenteich. K heute im Spaßbad, das , war so cool, die Rutschen! B hat ein wasserdichtes Phone, ich durfte damit filmen,  auch unter Wasser. Morgen schneide ich das. B wollte auch. Ich habe ihn gefragt, sie geht in den Kindergarten, ich weiß nicht, ob das gut ist. Was hat er gesagt? Er hat es ihr erlaubt U, du weißt, Menschen sind unterschiedlich.

Hast du deshalb manchmal Stress  mit Mama? Ich nicke. Gestern habe ich gehört, was du am Phone zu ihr gesagt, als es darum ging, ob wir noch länger hier bleiben.  Und? Ist sie sauer? Sie hat es erlaubt, ich glaube, sie kennt es nicht, einfach los zu fahren und  Pläne dann zu ändern, weil sie das nie erlebt hat. Ich  habe das als Kind erlebt mit meinen Eltern . Sie macht sich auch immer Sorgen, wenn ich nicht da bin, Weiß ich. Ich muss aber auch mal was erleben.

K, jetzt biegen wir mal ab, zu gutem Eis, ich lade dich ein, zwei Kugeln.

Wir Schlecken auf einer Bank am Pfaffenteich und kuscheln. K, Mama hat hat mir Geld gegeben, ich sollte dich auf unserer Tour zum Essen gehen einladen. Ich hätte dich gern überrascht. Jetzt sind wir so viele, da reicht das nicht. Was machen wir? U, die Cousine hat mich gefragt, ob ich Lammkeule kann, ich habe ja gesagt. Morgen ist Markt.  Kaufen wir zusammen ein und kochen Sonntag? Cool, machen wir auch Obstsalat für unsern Festschmaus? Gute Idee?

K, musst du viel bezahlen für die Ferienwohnung? Wir sind eingeladen. Die ist doch sicher teuer, weil die so riesig ist, fünf Zimmer. Bei Ferienwohnungen sind Preise  manchmal verrückt. Die war günstiger als eine kleinere. Ach so, aber die haben mehr Geld als du? Ja, warum? Vorher waren wir noch in einem Laden, weil sie B’s vergessen haben. Ich habe bei den Schwimmbrillen geguckt, weil meine ist doch futsch. Wusste ich nicht. Ich habe noch überlegt, welche ich nehme, da kamen die Bs wieder. Er hat mich  gefragt, welche ich am liebsten hätte, ich habe sie ihm gezeigt, die hing zu hoch, er nahm sie und hat sie bezahlt. Weißt du, was die gekostet hat? Ich zucke mit den Schultern. Siebzehn! Aber die ist richtig cool, zeige ich dir nachher.

Beim Bad hat er nicht auf das Preisschild geguckt. Ich konnte ihn überzeugen, das eine Familienkarte weniger kostet und das es keiner merkt, dass er nicht mein Papa ist.

Im Bad haben wir Currywurst gegessen und Pommes mit Cola, fünfzehn pro Nase. Irre! B hat nachher gesagt, das mit der Cola soll ich ihrer Mama nicht erzählen, weil die das nie erlaubt.Ich finde das komisch. Du, Menschen sind unterschiedlich …

Was habt ihr gemacht, ihr ward doch wieder bei den alten Menschen? Die Cousine war mit I unterwegs, ich habe mit X viel Zeit im Bad verbracht. Häh? Ich habe zwei neue Wasserhähne montiert, einen Syphon und am Duschkopf Dichtungen gewechselt. X saß auf dem Klodeckel, wir haben geklönt. Woher hattest du den Werkzeug? Aus dem Keller. Vor seinem Hirntumor war X ein guter Handwerker, seit seiner Operation kann er Vieles nicht mehr selbst tun und braucht einen Rollator. Ach so. Dann haben wir zusammen eine Ente gefüllt und X hat meine Jeans geflickt, ich habe Kartoffeln ge… Der kann auch Nähmaschine? Klar. Warum? Seine Mama war Schneiderin … Hat sie ihm das gezeigt? Ja. Mama näht ja nicht mal einen Knopf an, ich habe das von Euch gelernt. Meinst du, dass ich auch Nähmaschine lernen kann. Klar? Von wem, L und dein Bruder haben nicht viel Zeit, Frag doch mal meine Mama. Guter Plan, die hat mir auch gezeigt, wie weiße Soße geht, Mama nimmt immer eine Packung.

K, wir sind gleich da, du kannst dann chillen. Wor haben noch eingekauft, mit B , also der Lütten, mache ich dann Rotkohlsalat und Butterbrote, B hat nicht mal gepeilt, das wir Milch brauchen.

U! B rennt auf uns zu, die Cousine winkt müde. U, machen wir jetzt Freideiskinder? Wir machen Abendbrot.

Mit der Cousine setze ich mich  auf die Haustürstufen. K, gibst du mir ne Kippe? Dein Ernst? Jetzt, ja. Ich reiche, gebe Feuer. Danke.

Du, auf dem Spielplatz habe ich noch mal nachgedacht, auch über unsere Krise, für sie ist heute dritter Jahrestag. Schweigen. Mit Dir, egal ob früher mit T, aber jetzt auch, wird Banales, wie ein Einkaufszettel immer wieder leicht, wenn du sagst, wir machen einen, jede* schreibt was drauf. Alleine kriegen wir das nicht hin und stressen uns. N, auch wenn  ich euch seltener als andere Paare erlebe, habe ich bei euch immer wenig Verbindung gespürt, gemeinsame Pläne gehört und Vorfreude.  Du, das mit der Verbindung habe ich bei Euch erlebt, auch in Krisenzeiten, ihr hattet auch kein Kind. Nein , wie ihr waren wir beide relativ alt, als wir einander trafen, anders als ihr wussten wir Zeugung fällt aus. Beide wünschten wir uns Kinder. Der Weg, den ihr gegangen seid, wollten wir nicht gehen auch wegen der Hormonbehandlung, wir wollten auch keine private Spermaspende, haben  Wege gefunden, mit Kindern zu sein.

Wir hören ein Fenster klappen. Mama, K, Abendbrot, ruft B. Wir gehen die Treppe hoch. K, gehen wir beide noch in eine Kneipe? Warum denn nicht …

 

 

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s