Campingmorgen

Früh bin ich wach, Regen klopft, die Gören schnarchen, ich ziehe mich an und gehe duschen, und zürück, hänge das Handtuch auf und schreibe einen Zettel.

Weisshaarige sind unterwegs mit Hund,  Jüngere mit kleinen Kindern. Männer stapeln Getränke auf Bollerwagen und Ghettoblaster. Eine Herrenrunde trägt Supermanshirts über  regendichten Jacken, ich einen Beutel mit meinem Lieblingsbrot, Marmelade, Obst und Gemüse. Die Grünen Sterne, die N für I auf den Reisewagen geklebt, erleichtern mir das Wiederfinden.

Das rote Tuch liegt auf dem Lenkrad, die beiden sind besuchsbereit; ich klopfe. I öffnet, strahlt mich an, komm rein, wir haben Kaffeedurst, und ein Problem. I, lass dich erst umarmen. Ja, das ist gut auch wenn du nass bist.  Ich hänge die Jacke auf. Nochmal sagt I, du fühlst dich wie immer an, du auch.

K, wir haben ein Problem, die Wasserleitung streikt, vermutlich wieder mal die Schelle, Ich lag schon drunter, die Verkleidung ist ab. Darf ich dich erst mal begrüßen? Umarmen, lange, eine Entschuldigung.  Pläne liegen auf dem Tisch, ein Reparaturhandbuch, Werkzeug, Dichtung, Ersatzteile. Wir schauen ins Papier. I meinte ich soll dich fragen. Gleich, erst brauche ich Kaffee. Und wie? Spirituskocher, ich hole ihn.

Wir schlürfen. K, wie viele Brötchen essen die Kinder? Ich glaube drei, zusammen. Ich gehe dann.

Ich krieche unter das Mobil und sehe schon. L reicht Lappen, Zange, Du, ich sehe Abrieb, ein Rohr scheint zu schwingen. Dann rüttelt  es die Schelle los, hast du nen Kabelbinder? Ein Polster,4 MM? Brennen kann hier nix. Kann ich vom Korken schneiden. Hast du Doppelklebebeband. Auch Akkuschrauber und Spax. Besser, her damit. Glech. Danke. Probierst du mal? Geht. Setzt du Kaffewasser auf, ich schraube die Verkleidung an. Mnn, wo I wohl bleibt. Hat sie sich verlaufen? Warte ab, ich habe Schrauben über. Ich gehe Hände waschen, dann setze ich Kaffee auf. Ich löse, finde Übersehenes und krieche ins Sonnenlicht.

Verstrubbelte Teenies. Wir haben Hunger. Geduldet euch ein wenig. I ist gerade Brötchen hölen. U komm, wir gehen ihr entgegen.

K, du bist mit I so entspannt, wie machst du das? Ich habe mehr Distanz, sie ist nicht meine Partnerin, wir decken den Tisch, Eier kochen im Hintergrund.

Wiederkehr mit Rosinenbrötchen und Hunger.

Frühstück mit der Frage, was machen wir? Strand fällt aus, Pisswetter. I, kannst du dir einen Tag mit K vorstellen? Ja, ich brauche auch mal  Abwechslung. Und du? Ich nicke. Dann fahren wir ins Bad. Cool, gibt es da ’ne Wasserrutsche? Nein aber ein Aussenbecken und ’ne Sauna. Wir schmieren Stullen, schälen Möhren.

Holt ihr eure Badesachen? In einer halben Stunde fährt der Bus. Die Gören rennen los.

Und was macht ihr, fragt N. K, wenn du die Schüssel trägst, waschen wir jetzt ab. Ich nicke. Und dann? N, mach dir keine Sorgen uns fällt schon etwas ein.

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