K, du machst das gut, du redest nicht nicht um den Brei herum …

Wir halten noch am Bahnhofssupermarkt und kaufen Cognac im flachen „Mann“. Schweigend sitzen wir im Wagen.

Bässe im Treppenhaus …

Oh, ich mache mal leise, hat Euch ein Gespenst geküsst? Habt ihr gekotzt? So seht ihr aus? Mmn, gleich …

Noch in der Jacke  fülle ich die Kaffeemaschine, und fange an zu frieren …

K, was ist, ihr wolltet doch in den Wald? Da waren wir … U, ich brauche noch eine Pause, dann reden wir … Kakao? Kola, hole ich mir.

Denn er hat seinen Engeln befohlen über mir, höre ich singen von E’s Phone, ein Knabenchor. Wir schmieren Brote, tragen Teller und Gurkenglas …

Hattet ihr einen Unfall? Mm, ich hätte so gerne Worte, denke ich.

K, sah im Wald, was Buntes aus der Ferne und fragte, ob der Dekowahn auch bis hier her vorgedrungen. Wir lachten, wollten sehen, gingen singend hin …

Schweigen.

Ein Geschenk habt ihr wohl nicht gefunden … Wer weiß?

Schweigen.

Ein Mann hing an einem Baum. Echt? Wir nicken.

War der tot? Wir nicken. Seit ihr sicher? Wir nicken. Wie? K nahm seine Hand … Die war kalt … War das nicht ekelig? Nein. Und dann? Wir griffen in die Taschen – kein Empfang. Am Parkplatz wählte E die Notrufnummer. Wir warteten, es kamen Polizei, Feuerwehr, Rettungswagen, Notarzt … War das nicht zu spät?

Wir schweigen.

Und dann? Wir gingen mit ihnen, sollten zurück zum Parkplatz gehen, warten … Warum? Schultern zucken. Schweigen.

Vielleicht, wollten wir nicht weg schauen; er war doch ein Mensch.

Kanntet ihr den? Wir schütteln die Köpfe. War was Besonderes an ihm? Er trung einen Weihnachtspulli,

E gießt Kaffee, wir schauen einander an und trinken. Mich starren Brote an, U schlüpft auf meinen Schoß, wir kuscheln.

Du, darf ich? Nicken; ich ziehe die Jacke aus.

Ich muss mich rennen! Es klappt die Wohnungstür, ich starre vor mich hin …

K, hast du Cognacgläser? Ich schüttele den Kopf … Wir stoßen mit Kaffeetassen  an …

Ihr habt schon? Becher klingen mit Flasche im Augenblick …

Kann man da nichts ändern? Ich versuche das … E, wie ? Zwei Nächte im Monat, rede ich nachts mit Menschen, die in Not sind. Cool, kriegst du dafür viel? Schon, manchmal bedanken Menschen sich. Ich meine Geld? Das mache ich für lau. Warum? Menschen ertrinken nicht nur auf dem Mittelmeer, manchmal in ihren Gedanken …  Hat der Mann dich angerufen? Weiß ich nicht, wir haben nicht geskypt und nennen keine Namen.

Ich habe Angst, das Mama sowas auch mal macht … Gibt es da keine Sicherung? Ich streichele und sage Nein.  Und dann? Ich habe keine Worte … K, du hast gesagt, du wolltest das noch nie. Das ist noch so …

Wir kauen. Wascht ihr ab? Ich muss gleich los, zum Weihnachstmarkt, Becher sammeln mit N, für unser Fest. Wollt ihr nicht nicht ins Konzert? Wir nicken. Was gibt es? „Elias“.

K, machst du dein Phone auf Vibe? Mache du, du kannst das besser …

Ich gehe mit E, freue mich auch.

K, du machst das gut, du redest nicht nicht um den Brei herum …

 

P.S. Menschen in Nöten finden rund um die Uhr bei der Telefonseelsorge kostenlos ein offenes Ohr und andere Kontaktwege:

https://www.telefonseelsorge.de/

 

 

 

 

 

 

 

 

4 Gedanken zu “K, du machst das gut, du redest nicht nicht um den Brei herum …

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