P, du warst konsequent. Feiern failt. Im neuen Jahr hilft vielleicht reden …

Die Hitze wallt, ich stehe auf. Im Bademantel setzte ich mich mich Buch und Tee.

Türen rollen, singen im Bad, ich schaue staunend auf die Uhr und lese weiter.

K, hast du Kakao für mich? Jetzt? Normalerweise schlummerst du in den Ferien bis mittags … Wenn etwas wichtig ist, stelle ich meinen Wecker. Soll ich die Kaffee machen? Mach, noch drei Seiten, ich komme dann in die Küche …

Die Maschine rödelt, U schmaust Schinkenbrot, Milch wärmt, ich rühre. U, habe ich verpasst? Bist du noch auf der Höhe? Heute werden Raketen verkauft, am besten du kommst mit, weil ich sie nicht bekomme. Ich gieße mir Kaffee ein und Milch. Wir hatten abgemacht, wir frühstücken gemütlich und schauen dann mal … Du peilst auch nichts, die besten können alle sein. Glaube ich nicht. Du machst jetzt „Jugend forscht“,  wir frühstücken zusammen mit E. Sie will sich mit ihrer Freundin treffen, dann ziehen wir los. Nöh! Doch!

Ich gehe auf’s Klo. U hat die Jacke an.

K, gibst du mir Geld? Für Brötchen gerne. K, ich rede von Raketen! Habe ich mir gedacht. P’s Bruder ist doch dabei, der ist neunzehn … Und? Dann hast du mehr Zeit für Irgendwas … Ich  stehe zu meinem Wort.

Sein Phone erklingt, U geht in sein Zimmer, laut rollt die Tür, knallt gegen die Laibung.

Du hast es verkackt! Was? Die sind jetzt los? Häh? Wir waren doch verabredet. Warten die nicht auf dich? Der Bruder hat keine Zeit. Er wollte uns einen Schuppen zeigen, da kriegt man mehr für’s Geld. Vielleicht schaffe ich es noch! Gehabe dich wohl! Es knallt die Wohnungstür.

Ich ,schneide Obst, rühre Quark, decke den Tisch und denke nach.

Türen rollen. E setzt sich im Nachtgewand. Kaffee? Ich hole mir den Morgenrock. Ich gieße ein; wir trinken reden, machen uns tagfein.

Der Schlüssel dreht. Umarmung. Hier sind die Brötchen.

Das sind Arschlöcher! K, kommst du mit? Ich war in fünf Läden, gegenüber gibt es das beste Angebot. Ich schlüpfe in die Jacke.

K, ich muss dir zeigen, was P mir geschrieben hat. Ist das nicht privat? Das nicht!  K, gehen wir um den Block? Ich nicke, lese „Mit dir, windelwichsende  Judenschwuchtel feiere ich nicht.“ So ein Arschloch, brüllt U, und flüstert, der ist kein Freund. Tränen rollen, ich lege meinen Arm um Schultern. Hast du … Ich reiche Gebügeltes …

K, die Packung kostet nur sechs Euro mehr … nur Raketen … es gibt keine Fünferpackung … sehe ich … du, hier sind  sind mehr … Die nehmen wir.  Ich lege Milch in den Wagen, Quark, Joghurt, Klopapier, Sekt, Gurken, Brie, Tomatendosen, Essigreiniger und stelle mich in die Schlange..

K, du bist an den langen Wunderkerzen vorbeigegangen. Mm, bist du nicht zu groß? Nie, die hatten wir doch immer. Ja, deshalb ja. U, bitte hole vier Packungen, die sind auch sonst zum feiern gut.

Am Frühstückstisch erzählt  U vor seinem leeren Teller, wir Weiber schmausen, hören zu. Was soll Ich P nur antworten? Du, ich habe P noch nie getroffen, aber seine Entscheidung finde ich konsequent. E, bist du auf seiner Seite? Nein! Auch ich war schon mal wütend und habe andere Menschen deshalb verletzt, auch K. Echt? Ich sage ja. Wie? Später. P, war war wütend, hat dich beschimpft und hat gesagt, er will nicht mit dir feiern. Möchtest du mit ihm feiern? Nie!  Du kannst dich auch für seine Konsequenz  bedanken …

Ich muss chillen …

Das Telefon für E; ich wasche ab.

K, guckst du mal?

P, du warst konsequent. Feiern failt. Im neuen Jahr hilft vielleicht reden …

 

 

 

 

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