Manchmal, wenn das Leben kneift, hilft auch ein gutes Essen.

Die Familie ist besucht, wir sind spaziert, haben Gräber angeschaut auch von Prominenten, uns zu manchem Stein Geschichten ausgedacht.

Mit E sitze ich im Friedhofscafè, bei Torte im Gespräch. Du, mir tut, es gut, das U seit gestern unterwegs. Ich mag ihn sehr, manchmal ist es auch wunderbar, ohne ihn zu sein. Kann ich gut verstehen, hatte ich nur, wenn ich zu Fortbildungen fuhr.

Das Handy glockt, ich gehe ran, verlasse das Cafè. K? U klingt tränenheiser. P ist ein Arsch, er hat das Dosengeld gezockt. Wie? Tränenflut; ich war auf dem Klo, er wollte sich ne Kola aus dem Kühlschrank holen, wir haben noch Musik gehört … Uns dann ? Sein Phone, er hatte es eilig, ist dann weg. Wolltest du nicht bei ihm übernachten? Jetzt nicht mehr; wie brauchen noch Milch … Die Dose ist leer … Kanst du kommen? Ich schaue auf die Uhr, U, ich brauche zwei Stunden … Und noch was ist … Was? Der Gästeschlüssel ist weg … U, schenkst du mir zehn Minuten, ich rufe meine Eltern an. Mmh, ich nehme mir ein Taschentuch von dir. Bis gleich.

Die Eltern sind zu Hause, trinken Kaffee.

Natürlich hole ich jetzt einen Schließzylinder und fahre los … Nimmst du bitte Geld mit und gibst U nem Blauen, damit er her kommen kann? Klar, wann fahren die Züge? Halbstündlich, er kennt das. Danke, ich rufe ihn jetzt an.

U, mein Vater macht sich auf sie Socken, er kommt zu dir wechselt das Schloss,  und bringt Geld mit. Kommst du her? Ich hole dich am Bahnhof ab. Dein Ernst? Rotz zieht die Nase hoch? Ja.

Packst du Zahnbürste, Unterhose ein und was du sonst zum Übernachten brauchst? Hast du E gefragt? Noch nicht. Ihr wolltet doch ins Theater. U, kommst du her? Ich regele das. K, es hat geklingelt, P mache ich nicht auf! Frage mal durch die Sprechanlage. Dein Vater, dem mache ich auf.

Ich gehe rein und sage E. Du, ich schreibe ihn, das er willkommen.

Mein Handy surrt: Dein Vater fährt mich zum Bahnhof, ich bringe neue Schlüssel mit. Ich nehme deinen Rucksack, brauche den großen Elch. Ich schicke Smileys.

E hat gezahlt, kramt in der Tasche. K, nimmst du die Karten, das Schauspielhaus ist ausverkauft, vielleicht findest du Menschen für die das passt.

Wir gehen zur Bahn.

U schreibe ich, wo ich stehe am Hauptbahnhof.

Ich sehe ihn auf der Rolltreppe, laufe ihm entgegen. Umarmung, wir steigen gesittet ab, bleiben stehen, reden, um uns hasten Menschen.

Fahren wir jetzt zu E? Gleich, ich will die Theaterkarten noch weitergeben, die Vorstellung ist ausverkauft. Willst du die verticken? Mal schauen, wir streben dem Ausgang zu gen Schauspielhaus.

Vor der Tür zünde ich mir eine Zigarette an. Sofort werde ich angeschnorrt und sage nein.

Ein Paar bittet um wenige warme Stunden, um einen Übernachtungsplatz. Sorry, bin hier Gast. Ich reiche Theaterkarten. Dank.

Die Bahn ist da, wir steigen ein. K, meinst du die gehen hin? Weiß nicht? Und wenn die die verticken? Dann ist das ihre Wahl.

Wir steigen aus, gehen; du das duftet gut, wir klingeln, werden erwartet, umarmt, es duftet nach Rosenkohl und nach Kartoffeln.

Umarmungen, wir steigen aus dem Jacken, beziehen Bett. Du, P hat jetzt echt bei mir  verkackt, wegen Klauen, vor Allem, weil der Schlüssel weg ist. Tränen, kuscheln, du das duftet gut, brät E etwa Lamm? Ich zucke mit den Schultern.

Kommt Ihr Essen? Wir stehen auf. Mein Elch muss mit, er hat Durst.

E! Vier Lammkottelets? Zwei sind für Dich. Warum, die sind doch teuer? Du bist mir das wert. Manchmal, wenn das Leben kneift, hilft auch ein gutes Essen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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