… auch über unsere Familien

Ich melde mich professionell am Telefon … K, was soll ich tun? Ein Schluchzen … U, was ist los? Mein Turnbeutel, … U weint. Was ist mit ihm? Er ist weg, J hat mir sein Phone geliehen, was soll ich tun? Was war drin? Mein Phone, meine Geldtasche, mein Essen und meine Wasserflasche. Der Locker wurde geknackt, als wir im Museum waren, wir haben da Bescheid gesagt. Was soll ich tun? Ich hungere nicht, die andern haben mir was abgegeben, ich habe kein Geld und hatte noch nichts ausgegeben. U, warte ab, in der Pause schreibe ich meinem Cousin und bitte ihn, dir Geld zu leihen, Ich melde mich bei J.

Bei einer Abrechnung fällt mir ein, montags macht der Cousin meist Homeoffice. Ich wähle seine Festnetznummer. Er geht ran und staunt, dass er mich hört zu dieser Tageszeit. Ich sage mein Begehr, er lacht, klar spiele ich Bank, wo steckt der Knabe? Weiß nicht, heute Abend im Hostel Soundso. Ich kümmere mich. Gestattest Du, das ich ihm ein Iphone  mitbringe? Wie? Ich muss noch in die Filiale, da liegen genug. Seid ihr noch beim Discountertalk? Ja. Ich registriere mich. Verneigungen am Telefon.

Nach Feierabend radele ich zu L, Ich freue mich auf den gedeckten Tisch, auf das Gespräch, auf’s mich nicht kümmern müssen.

Wir lachen, essen, reden, mein Handy glockt.

K, G ist hier im Hostel, er hat mir Geld gebracht und ein I-8. Kann ich das einfach nehmen?  Wenn er das sagt, ist das für mich in Ordnung. Aber das ist doch teuer? G leitet die IT-Abteilung  und soll sie entsorgen … Das hat er auch zu mir gesagt, aber … Wenn er das sagt, meint er das, für mich ist das ok. K, er hat uns eingeladen, zum Pizza essen gehen, hier gab es nur einen Matschburger … Und, nehmt ihr an? J will nicht, weil er ihn nicht kennt. Und du? Ich will und habe Hunger.

Wir essen, lachen reden? K, ich habe noch Sekt, stoßen wir auf das Leben an? Ich will noch nach Hause. Bleibe doch hier, ich leihe dir ’ne Unterhose und was du sonst für morgen brauchst. Ich nicke, L geht in den Keller.

Mein Handy sirrt. Fotos aus einer Pizzaria, auf denen drei albern.

Wir schauen einander in die Augen, stoßen an, lachen, reden …

Nachtisch? Ich schüttele den Kopf. L genießt, wir klönen …

Mein Handy glockt. Der Cousin: K, ich habe die Knaben artig ins Hostel zurück begleitet und an dich gedacht. Warum? Weißt du nicht mehr? Als ich ein wenig älter als U fuhr ich gen Norden, wollte nicht zurück zu meinen Eltern, ins Scheidungschaos. Du gingst noch zur Schule, wir waren Pizza essen. Du hattest mich eingeladen, mein erstes Mahl, elternfrei im Restaurant. Mir hat das so gut getan.

K, bei uns werden jetzt Notebooks ausgemustert, gute Arbeitspferde, zwei schicke ich euch, wie sieht es an U’s Schule aus? Übersichtlich, lass uns anderntags mal reden.

Ich trinke mit L, wir reden auch von unseren Ängsten. L geht ins Bad, ich will mein Handy ausschalten, da erklingen die Glocken. K, speicherst du die Nummer? Dann kannst du mich erreichen. Ja. Musst du G viel Geld geben? Ich habe jetzt ein Luxusphone? Nix, hat er das nicht gesagt? Doch, aber , was soll ich Mama sagen? Die Wahrheit? Glaubt sie mir nie. K, das Pizzaessen war cool, morgen treffen wir uns bei  denen, wir kochen dann. J wird das noch lernen, er hat jetzt keine Angst mehr. Häh? Wovor? Das G ihn vögeln will. Äh, wieso? Er hat von seiner Frau gesprochen. Wir fahren da alleine hin, W holt uns ab am Hermannsplatz, ich kenne die ja.

Ich gehe ins Bad.

Wir reden noch lange, im Bett auch über unsere Familien.

 

 

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