… und schlafe ein …

Nach Feierabend radele ich zu der kleinen Galerie.

L und B packen schon Bilder aus, ich trockne mich. Was soll ich tun? Nimm dir ’nen Tee, hol erst mal Luft. Ich gieße ein, trinke, schaue mich um. Hast du den Laser mit? Ich nicke. Ich greife zum Taschenmesser und schneide Klebeband …

Stelle es irgendwo an eine Wand, sagt L, ich öffne das Nächste.

Sie sind befreit. L verteilt. Ich gehe mit einer Zigarette vor dir Tür. B kommt mit, wir klönen.

Wie findet ihr das? Wir schauen. Darf ich? L nickt. Ich stelle um, mein Magen knurrt. Nöh, sagt L, doch , sagt B, gucke mal, die sprechen jetzt miteinander. Mmh? Und so? Vielleicht. Ich habe Hunger. Wo bleibt unser Caterer? Ich zucke mit den Schultern, krame das Handy raus und finde keine Nachricht. Wir schauen, teilen zwei Bananen und einen Müsliriegel, stellen noch mal um.

Zart klopft es an der Scheibe, U wirkt derangiert, L greift zum Schlüssel.

K! U, was ist geschehen? Umarmung, Tränen. Ich wurde gelegt. Die kamen mir entgegen ohne Licht. Alles ist kaputt, mein Rad und auch die Schnittchen. Ich spende Trost, L trägt das Rad in den Raum. U steigt aus Regenhüllen. Im Kühlschrank hat B Kühlbeutel gefunden. Zwei kamen mir entgegen ohne Licht auf dem Fahrradweg, wir sind grasselt. Sie waren weg als ich noch lag. Weißt du noch mehr? Die sprachen Platt und hatten dunkle Sachen an, einer war dick. Ich habe doch extra Schnittchenkisten, die nicht Müll sind beim Bäcker geliehen und Pfand bezahlt, jetzt ist auch meine Regenhose hin. Die Kann ich flicken, sagt L. B kocht Tee.

Wie laben uns aus den Kästen: Schnittchenbüffet und Neubaukasten auch mit Radieschen, mitten im Raum. Hat eine Imbus dabei, fragt B, der Lenker ist doch nur verzogen? Schüttelnde Köpfe. L, du hast  doch meines Vater Bus, darin sind immer Werkzeugkisten … Ich parke hier auf dem Hof. Wir futtern, reden.

Wir hängen, U füttert den Kühlschrank mit Sekt und Saft, richtet den Lenker. Schaut ihr mal? Mein Vorderrad hat eine Beule. Stimmt. U, das aus meinem Ersatzrad passt. Das kriegen wir hin mit dem Leihwagen. Puh … Was machen Andere, wenn, wie jetzt die Busse streiken? Wir schauen uns fragend an. Wege finden?

Wir räumen auf, laden die Räder in den Bus und putzen, werden gefahren, tauschen Vorderrad, Umarmungen.

Wir steigen aus, tragen dir Räder in den Keller, gönnen uns Kola und Feierabendbier, reden, schmieren die Morgenbrote, ich schnitze Salat, U holt Wäsche ein und chillt.

K, J hat mir geschrieben, sein Mobile ist angekommen. Ich bin durch. Darf ich heute Nacht zu dir? Ich nicke. Ich gehe dann mal ins Bad. Ich fülle die Spülmaschine, gehe ins Bad.

Wir kuscheln,. K, weisst du, ob Mama kommt? L hat sie eingeladen? Ich habe keinen Schimmer, habe von ihr dazu nichts gehört oder gelesen. J hat mir geschrieben, sein Mobile ist angekommen. Warum sagt Mama nichts? Ich zucke mit den Schultern. Wir kuscheln. Du, meinst du da es gut aussieht, wenn ich bei der Vernissage mein Sakko anziehe mit meinem weißen Hemd und meine beste Traininghose? Warum denn nicht …

U küsst meine Wange, ich seine, wir streichelen, sein Daumen stummt …

Ich lese noch ein paar Seiten wieder in „Transit“ von Anna Seghers, schalte die Lampe aus und schlafe ein.

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