Geteiltes Bier am Küchentisch

Die Blase weckt, ich folge ihr und sehe Licht bei N. Ich klopfe an die offne Tür. Der Bildschirm spiegelt sich in ihren Augengläsern. Komm rein, hälst du mich fest? Ich nicke, stelle mich hinter sie, ergreife ihre Schultern, lege die Wange auf ihren Schopf. N, klappt den Rechner zu. Du musst nicht alles wissen. […]

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N überrascht mich mit Salat …

K, fahren wir ins Kunstmuseum, fragt N am Frühstückstisch, gerne und H? Muss damit leben, ich brauche auch mal was Anderes, muss mich im Alltag kümmerm … Noch Kaffee? Lieber heißes Wasser … Darf ich? Gerne …Danke. Reichst du mir den Käse? Wie heißt das Zauberwort? Ich reiche. K, auch sozialkompatibel zu sprechen, muss ich […]

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Wir gehen raus

U schnarcht, als ich erwache. Ich setze Kaffee  auf, gehe ins Bad. K, die Bücher von Marthin Luther King sind spannend, ich lese noch, auch wenn du schnarchst, steht auf der Schiefertafel. Ich trinke, sinne, wonach mir ist: Schlendern. Ich radle bis zum großen Tor, das einst auf einem Geldschein prangte, schließe das Rad an […]

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Rache ist kein Weg

K, heute ist Solidemo wegen Hanau. Wir gehen mit der Klasse hin. Kommst du auch? U schreibt in meine Mittagspause. Wann und Wo? Markt, 18.00 Uhr. Ja. Mit T teile ich Käsebrot und Suppe, beide waren wir erschüttert, als wir Radio hörten am morgen, doch nicht mehr überrascht. Zu viel ist geschehen, seit  der Wehrsportgruppe […]

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Herzgewichte

Schweren Herzens ruft mich die alte Freundin heute an, spricht von ihren Magenschmerzen,  ihrer Angst, vor dem, was kommt auf sie. K, hast du Zeit? Gleich, ich gebe den Knaben Dönergeld. Jetzt, was ist, du klingst nicht gut. Ich habe H heute zurückgeholt aus dem Heim. Äh, hattest Du, sie nicht mit Bauchschmerzen, vor etwa […]

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Für mich war er H

Die Knaben sind unterwegs, ich treffe mich mit C, der englischen Lehrerin in der Stadt. Schon im Vorfeld war ich über ihren Nachnamen gestolpert, gleich lautend mit dem des längst verstorbenen Familienfreundes. U hatte mich überzeugt, so haben wir vor ein paar Tagen im Garten gegrillt: Die AustauschschülerInnen, ihre Begleitung und hiesige Eltern. Da habe […]

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Morgen gibt es Bratkartoffeln

Ich stehe am Herd, der Schlüssel dreht, riecht gut, ich muss erst mal wohin. Ich stelle das Radio aus. Umarmung. K, hast du Tee? Nimm dir. Ich brauche was Warmes. Es war cool am Stand. Was hast du gemacht? Flyer verteilt, das kann ich gut. Weiß ich, als wir um Einkaufszentrum  standen, du gingst noch […]

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Ich kraule, bis sich der Atem legt

Am Bahnhof haben wie E abschiedlich gedrückt, gehen nach Hause. K, hast du beim Abendbrot wirklich ja gesagt, als den Raketenvorschlag machte? Vielleicht habe ich was an den Ohren? Ja. Warum? Du findest Feuerwerk doch Geldverschwendung und Weltverschmutzung. Wir gehen. Ich fand ihre Idee, für jeden deiner Gäste kann es eine Rakete geben, ist ein […]

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Fantasie und Hände

K, wie geht es dir, fragt L beim Harken. Es ist gerade fiel und ich bin froh, das U heute bei P übernachtet. Einfach ein Abend mal nur für mich, ganz ohne Diskussionen, auch wenn ich die mag und auch den Knaben. .Und dir? Wir harken. Ich habe Schiss, vor morgen und bin froh, dass […]

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K, kannst du dann lesen?

Bademantelfrühstück mit einer Freundin aus Studienzeiten. Der Knabe schlummert noch auf dem Balkon. Die Kaffeemaschine hat Doppelschicht; wir erzählen uns von uns und finden neue Fragen. Der Knabe brät sich ein Ei, setzt sich, schmaust, hört zu. I, sagt von einem Patienten, der sie erinnert, an das Kind, das sie mal war. Der Vater, ihre […]

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Reden unter dem Apfelbaum

Was wird einfacher für dich, fragt L. Wir putzen Bohnen  unter dem Apfelbaum, ich schenke Kaffee nach. Ich muss dann nicht mehr alles mit N diskutieren, zum Beispiel ob U neue Unterhosen braucht und wer sie zahlt. Bekomme einen Etat dafür. Muss sie nicht mehr fragen, ob U woanders übernachten darf, bislang war das immer […]

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Warum denn nicht …

K, drehen wir ’ne Runde? U bist du krank, muß ich I anrufen? Die alte Frau  mit dem Zupfkuchen, die mir das Rezept gegeben? Warum? Sie ist Ärztin. Ich bin nicht krank, wie kommst du drauf? Du willst spazieren gehen? Ich brauche ein alleine mit dir sein. Lass uns gehen. Wir ziehen Schuhe an. Ich […]

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Auf dem Weg ins Ungewisse

Der Rasen ist gemäht, ich harke, U kündigt seine Ankunft an, er beatboxt auf dem Rad. K, höhre mal, das habe ich heute gelernt, jetzt kann ich auch die Snare. Klingt gut. Du, ich habe Kohldampf, was gibt’s? Kartoffelsuppe, du hast doch gestern  Abend gekostet. Ich chille erst, dann wärme ich sie. Schau mal, dein […]

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Nächtliche Ananas

Die Hitze wallt, Schlaf wäre schon, ich mache die Lampe an, fülle die Wasserflasche, greife zum Buch. Spülung, Wasserhahn. K, du bist wach, ich habe Licht gesehen, darf ich zu dir? Ich nicke, U klingt, ganz jämmerlich. Ich hole meine Decke. K, du klebst und riechst nicht gut. Mmh, was ist denn. Setzt du dich […]

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Wer gewinnt, wäscht ab

U, der Handschuh lag im Treppenhaus, gehört der N? Ich habe den schon gesucht, auch unterm Bett. Wir hatten einen Spaßkampf. Ähm, es flogen Federn, wir haben auch gesaugt. Deine Decke? Das kleine Kissen. K! Der war ja lang und stinkig ich wusste nicht, dass du so furzen kannst. Mama macht das nie. Das glaube […]

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Überraschungsabend

I hält ein Glas vor mich, magst du? Gleich , will erst aus der Jacke , die Brille putzen. Umarmen, du bist ja ganz nass, ach du lieber Autofahrer. Ich pelle mich begrüßend und bin befreit von Winterregenhüllen.  D, dimmt versehentlich mit seinem Instrumentenkoffer das Licht. Seine Arbeit beginnt in zwei Stunden, küsst H, und […]

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Analog hat was

Kein Netz am Abend. Warum? Bei meinem Provider ist besetzt. Wasser  strömt, wenn ich den Hahn aufdrehe die Waschmaschine wäschst. Die Telefone schweigen. Es klingelt der Nachbar, der alles smart regelt, hat die Flasche für seine kleine Tochter in der Hand und fragt, ob ich sie wärmen könne. Natürlich tue ich ich das,und koche weiter, […]

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Pommes hanseatisch

Die Schönen sind schon länger fort, der Abwasch ist getan, Tee nach Augenpflege getrunken … K, drehen wir ne Runde? Im Dunkeln tapern wir durch die Kleingartenkolonie, weichen den Pfützen aus, die wir sehen, in anderen quaatschen die Sohlen, reden, schweigen, ich rutsche aus, stehe auf, gehe weiter mit nassem Hosenboden. K, mit dir kann […]

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Alle Jahre wieder

Alle Jahre wieder stehen wir in der Stadt, verkaufen Bären, gespendete Berliner, verteilen Kondome, Luftballons und Broschüren, kommen mit Menschen ins Gespräch, auch solchen, die noch immer glauben, Ansteckung geht, wenn Mensch aus einem Becher trinkt. I reicht mir ihren. Transmission impossible steht auf ihrer Jacke. Du, ich finde dich mutig, dass du dich so […]

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Plätzchen und Kuscheltiere

U steht schon vor der Tür,als ich nach Hause komme. Hast du mich vergessen? Nee, die Schlange bei der Post war lang. Der Adventskalender soll doch pünktlich bei klein B ankommen. Machen wir jetzt Teig. Der steht schon im Kühlschrank. Mache bitte Tee und schneide Brot, ich habe Krautsalat im Rucksack. Ich ziehe mich um. […]

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Anruf

Brot schneide ich,die Haare trocknen, das Telefon. E, brennt es irgendwo? Vertrautes Lachen. K, schenkst du mir zehn Minuten? Ich stelle dich auf laut, und schmiere Stullen. Was kümmert dich? Ich denke nach, auch wegen der Predigt. Meinst du die für N und H? Ja. Und? Wir sind doch gleichaltrig, wie wäre mein Leben, hätte […]

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Vorfreude im Herbst

Es pfeift der Sturm, nach langer Pause, kühlt mein Ohr, die Hitze wallt, ich dreh mich hin und her, Decke, weg mit dir. T, als es dir ähnlich ging, fanden wir uns ab und an zum zusammen Übernachten. Vor Ende solange du noch sprachst, längst fiebertest, war das egal. Wir genossen jede Kuschelnacht unter Decken, […]

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An einem Tisch

Mit B ziehe ich den Tisch aus, wir decken, klappen Stühle. L schlummert noch. Der Bruder ruft an, will L nicht mit der Klingel wecken. Er stellt den Kuchen ab, zieht die nasse Jacke aus, umarmen; K, ich brauchen Kellerschlüssel, dann tausche ich die Getränkekisten. Du bist ein Schatz. Tee zieht, Kaffee blubbert. Die Klingel, […]

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Werkstatt- und Regengespräch

K? Ich schalte, die Drehbank aus. Traubenkirsche? Mmm. Darf ich? L nimmt das Schleifpapier, ich gebe ihr die Maske. Mist, ich seh das nicht, ich fühle den Ast nur, schleifst du weiter? Wo? Da. Das habe ich nicht gesehen, ich nehme noch mal den Stahl. L schleift und ölt. Wir sitzen auf der Hobelbank und […]

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Mittagsschlaf

Zwei Nächte, reich an Gesprächen und an Grauburgunder, arm an Schlaf; der Rechner ist gewartet. Ich stehe vor den Gästen auf, trinke Kaffee, radle zum Bäcker. G noch im Schlafgewand, er hat den Tisch gedeckt. Mehr Kaffee läuft, T zieht, G rührt Ei. W liegt in der Wanne. B schnitzt Obstsalat. Zu fünft sitzen wir […]

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